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lundi 18/05/2026

REKORD / Die albanische Diaspora mobilisiert sich für die Wahlen vom 7. Juni: Aus den westlichen Ländern wurden insgesamt 142’803 Registrierungsanträge eingereicht, davon über 23’000 aus der Schweiz. Ist dieser Rekord ein Zeichen für einen politischen «Denkzettel»?

Bern, 18. Mai – Im Vorfeld der neuen Wahlen im Kosovo, die voraussichtlich am 7. Juni stattfinden, intensiviert der Premierminister Albin Kurti, zugleich Vorsitzender der größten Partei des Landes (Vetëvendosje), seine Aktivitäten auch außerhalb des Kosovos, insbesondere in der Diaspora, indem er Treffen mit Landsleuten in verschiedenen europäischen Ländern organisiert.

Die Treffen von Kurti mit der Diaspora in der Schweiz beginnen am 23. Mai in Zürich um 18:00 Uhr in der Halle „The Hall“ in Dübendorf. Die Veranstaltung dürfte Tausende Studierende, Abgeordnete, Unternehmer sowie eine große Zahl von Landsleuten zusammenbringen, berichtet die schweizerisch-albanische Zeitung LeCanton27.ch.

Mehr als 10’000 Kosovaren aus der Schweiz sind bereit, am 7. Juni zur Stimmabgabe in den Kosovo zu reisen

Am Sonntag um Mitternacht ist die Registrierungsfrist für im Ausland lebende Wähler zur Teilnahme an den vorgezogenen Parlamentswahlen im Kosovo, die am 7. Juni stattfinden, abgelaufen. Die Zentrale Wahlkommission des Kosovo hat 142’803 Anträge erhalten. Deutschland führt mit über 49’000 registrierten Wählern, während die Schweiz über 23’000 registrierte Wähler zählt, schreibt weiter LeCanton27.ch.

Diese starke Mobilisierung der albanischen Diaspora ist besonders in Deutschland und der Schweiz sichtbar, wo bereits Flugtickets reserviert wurden (von den Flughäfen Zürich, Basel und Genf). Zudem wurden Sonderflüge für die Wahlen organisiert sowie Dutzende Busse aus verschiedenen Schweizer Kantonen, während ein Teil der Wähler auch mit dem Privatwagen reisen wird.

Laut der schweizerisch-albanischen Zeitung LeCanton27.ch, unter Berufung auf Quellen aus Reiseagenturen und kosovarischen Vereinen, wird geschätzt, dass in den kommenden Tagen bis zum 7. Juni mehr als 10’000 Kosovaren aus der Schweiz in ihr Herkunftsland reisen könnten, um dort zu wählen.

Die kosovarische Präsidentin Albulena Haxhiu hat nach Ablauf der Frist für die Registrierung der im Ausland lebenden Kosovo-Bewohner zur Stimmabgabe reagiert.

Wie Premierminister Kurti teilte auch sie auf Facebook mit, dass die Zahl der Anmeldungen mit über 142.000 einen neuen Rekord aufgestellt habe.

Deutschland liegt mit 49’102 registrierten Wählerinnen und Wählern an erster Stelle, die Schweiz folgt mit 23’456

Die ersten Anzeichen einer «Abstrafung» der Politik werden sichtbar: Die albanische Diaspora mobilisiert sich massiv für die Wahlen vom 7. Juni, um den politischen Spielchen ein Ende zu setzen. Für diese Wahlen haben sich 142’803 Personen aus der Diaspora registriert – fast doppelt so viele wie bei den letzten Wahlen vom 28. Dezember 2025.

Bis jetzt wurden 109’696 Anträge genehmigt, während sich 25’702 noch in Prüfung befinden. In diesem Tempo könnte die endgültige Zahl der genehmigten Registrierungen rund 130’000 erreichen.

Der 7. Juni könnte damit eine der höchsten Beteiligungen der Diaspora in der Geschichte der kosovarischen Wahlen bringen.

«Die Länder mit den meisten registrierten Wählerinnen und Wählern sind: Deutschland (49’102), die Schweiz (23’456), Frankreich (4’193), Schweden (3’750), Österreich (3’165), das Vereinigte Königreich (2’370), Italien (2’206), die USA (2’070), Belgien (2’024), Slowenien (1’400), Norwegen (1’154) und Finnland (1’010).»

Laut der schweizerisch-albanischen Zeitung LeCanton27.ch zeigen diese Zahlen, dass die albanische Diaspora für die Wahlen vom 7. Juni mobilisiert ist wie noch nie zuvor.

Analysten erklären diesen Rekord damit, dass die Diaspora sowie die Wählerschaft im Kosovo die politischen Führungspersonen und Parteien abstrafen wollen, die in den vergangenen Monaten mit politischen Machtspielen eine Krise verursacht und die staatlichen Institutionen blockiert haben.

«Gemäss vorläufigen Daten wurden zwischen dem Beginn des Prozesses am 6. Mai und dessen Abschluss am 17. Mai 2026 insgesamt 142’803 Registrierungsanträge über die elektronische Plattform eingereicht. Davon wurden bisher 109’696 genehmigt, 7’325 abgelehnt und 25’702 befinden sich noch in Bearbeitung», erklärte Elezi.

Laut Elezi wurde die briefliche Stimmabgabe am häufigsten gewählt.

«Von den 109’696 genehmigten Anträgen haben sich 81’901 Personen registriert, um ihre Wahlunterlagen an ein Postfach ausserhalb des Kosovo senden zu lassen, 2’855 an ein Postfach der KQZ im Kosovo und 24’940 für eine persönliche Stimmabgabe in einer diplomatischen Vertretung», sagte er.

Er fügte hinzu, dass für die briefliche Stimmabgabe Postfächer in 23 Ländern – einschliesslich Kosovo – eingerichtet wurden. Die entsprechenden Adressen sollen im Laufe der Woche veröffentlicht werden.

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