Bern, 22. Mai – Im Vorfeld der neuen Wahlen im Kosovo, die voraussichtlich am 7. Juni stattfinden werden, intensivieren die politischen Parteien ihre Aktivitäten auch in der Diaspora, indem sie Treffen mit Landsleuten in verschiedenen europäischen Ländern organisieren.
Nach den Stimmen der Diaspora beginnt Premierminister Albin Kurti, Vorsitzender der größten Partei im Kosovo, Vetëvendosje, seine Veranstaltungsreihe mit den Bürgern des Kosovo in der Switzerland, genauer gesagt in Zürich, am 23. Mai um 18:00 Uhr in der Halle „The Hall“ in Dübendorf. Es wird erwartet, dass eine große Zahl von Landsleuten daran teilnimmt, berichtet die Schweizer albanischsprachige Zeitung LeCanton27.ch.
Kurti wird von Studenten, Geschäftsleuten sowie von Schweizer Abgeordneten und weiteren Politikern mit Wurzeln im Kosovo empfangen werden. Treffen in der Schweiz werden auch die ehemalige Präsidentin Vjosa Osmani sowie Lumir Abdixhiku von der Lidhja Demokratike e Kosovës und weitere Führungsfiguren kleinerer Parteien abhalten, berichtet die Schweizer albanischsprachige Zeitung LeCanton27.ch.
Mehr als 10.000 Kosovaren aus der Schweiz sollen bereit sein, am 7. Juni in den Kosovo zu reisen, um ihre Stimme abzugeben. Viele sind der Meinung, dass die Stimmen der Diaspora über den Sieger der Wahlen entscheiden werden
Am Sonntag um Mitternacht ist die Frist für die Registrierung der Wähler außerhalb des Kosovo abgelaufen, die bei den vorgezogenen Wahlen zum Parlament des Kosovo am 7. Juni abstimmen wollen. Die Zentrale Wahlkommission hat 142.803 Anträge erhalten. Germany führt mit der größten Zahl registrierter Wähler (über 49.000), während die Switzerland über 23.000 registrierte Wähler zählt, schreibt LeCanton27.ch.
Diese große Mobilisierung der albanischen Diaspora ist besonders in Deutschland und der Schweiz zu beobachten, wo bereits Flugtickets reserviert wurden (von den Flughäfen Zürich, Basel und Genf). Sogar Sonderflüge für die Wahlen wurden organisiert, ebenso wie Dutzende Busse aus allen Kantonen der Schweiz. Ein großer Teil der Menschen wird auch mit Privatfahrzeugen reisen. Laut der Schweizer albanischsprachigen Zeitung LeCanton27.ch, unter Berufung auf Reiseagenturen und verschiedene kosovarische Organisationen, werden in den kommenden Tagen bis zum 7. Juni über 10.000 Kosovaren aus der Schweiz in die Heimat reisen, um zu wählen.
Aus der Schweiz stammen über 23.000 Anträge für die Wahlen am 7. Juni.
Es zeigen sich erste Anzeichen einer politischen „Bestrafung“ – die albanische Diaspora beantragt massiv die Teilnahme an den Wahlen am 7. Juni, um den politischen Spielchen ein Ende zu setzen. Insgesamt wurden 142.803 Anträge gestellt, doppelt so viele wie bei den letzten Wahlen am 28. Dezember 2025.
Bisher wurden 109.696 Anträge genehmigt, während 25.702 noch in Prüfung sind. Bei diesem Tempo könnte die endgültige Zahl der genehmigten Anträge etwa 130.000 erreichen.
Somit könnte der 7. Juni eine der größten Beteiligungen der Diaspora in der Wahlgeschichte des Kosovo durch Auslandswahl darstellen.
„Die Länder mit den meisten registrierten Wählern sind: Germany (49.102), Switzerland (23.456), France (4.193), Sweden (3.750), Austria (3.165), United Kingdom (2.370), Italy (2.206), United States (2.070), Belgium (2.024), Slovenia (1.400), Norway (1.154) und Finland (1.010).“
Insgesamt wurden 142.803 Anträge aus der Diaspora im Westen gestellt, davon allein über 23.000 aus der Schweiz. Laut der Schweizer albanischsprachigen Zeitung LeCanton27.ch zeigen diese Zahlen, dass die albanische Diaspora sich wie nie zuvor für die Wahlen am 7. Juni mobilisiert hat.
Analysten erklären diesen Rekordanstieg damit, dass sowohl die Diaspora als auch die Wählerschaft im Land politische Akteure „bestrafen“ wollen, die in den letzten Monaten politische Spiele gespielt und eine institutionelle Krise verursacht haben.
Laut Elezi ist die bevorzugte Art der Stimmabgabe die Briefwahl. Es wurden Postfächer in 23 Ländern weltweit eingerichtet, darunter auch im Kosovo selbst.
