Bern, 10. Februar – Bereits jetzt, einen Monat vor der Wahl, hat der Kampf um die Führung der größten Stadt der Schweiz – Zürich – begonnen. Einer der Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters dieser internationalen Wirtschafts- und Kulturmetropole ist dieser ehemalige kleine Schweizer (siehe Foto oben), ein 37-jähriger Mann albanischer Herkunft und Politiker der Liberalen Radikalen Partei (LPR/FDP), einer in der Schweiz bekannten Partei, schreibt die albanischsprachige Schweizer Zeitung LeCanton27.ch.
Es handelt sich um Përparim Avdili, der sich stark auf die albanische Diaspora konzentriert, um in Zürich etwas zu bewegen – genau wie im Kosovo am 28. Dezember des vergangenen Jahres –, schreibt LeCanton27.ch.
Avdili Bericht an den Herausgeber der Zeitung LeCanton27.ch: Unser Sieg bei der Bürgermeisterwahl in Zürich liegt in den Händen der albanischen Diaspora in unserem Kanton!
Der Kanton Zürich hat 1,62 Millionen Einwohner, die Stadt selbst über 500.000 – fast so viele wie Montenegro als Land. Laut den neuesten Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) leben über 300.000 Albaner (sogenannte „albanischsprachige“) in der Schweiz, ein Großteil davon, etwa 50.000, in Zürich. Von diesen sind über 20.000 wahlberechtigt.
Zürich hat also heute fast so viele Einwohner wie Montenegro als Land. Und nun stellen Sie sich vor: Die albanische Gemeinde in der Schweiz mit einem Bürgermeister der größten Stadt des Landes – wäre das nicht ein Grund zum Stolz? Wäre es nicht schön, wenn die Schweiz auch einen „Zohran Mamdani“ wie in New York oder einen „Sadiq Khan“ wie in London hätte?, schrieb die schweizerisch-albanische Zeitung LeCanton27.ch.
Um dieses Ziel zu erreichen, ist jedoch die Stimme der albanischen Diaspora nötig. Wenn unsere Diaspora es geschafft hat, aus 2.000 Kilometern Entfernung im Kosovo etwas zu bewegen, kann sie das sicherlich auch hier in der Schweiz – in Zürich.
Die Wahl des einst siebenjährigen „Kleinen“, des heutigen Politikers Përparim Avdili, wäre ein weiterer Beweis für die Worte der Schweizer Minister und Präsidenten, dass Albaner ein Beispiel für Integration und Erfolg sind. Wie mir die Schweizer Bundespräsidentin Frau Sutter kürzlich sagte: „Ohne Albaner ist die Schweiz undenkbar.“
Përparim Avdili befindet sich mitten in seinem Wahlkampf um das Amt des Zürcher Bürgermeisters bei den Wahlen am 8. März. Er kandidiert für die FDP und ist derzeit Abgeordneter.
Im Rahmen seiner Kandidatur für das Bürgermeisteramt strebt er auch einen Sitz im Stadtrat an, wo der Wettbewerb groß ist.
Avdil hat sich als temperamentvoller Politiker erwiesen, der seinen liberalen Ansichten treu bleibt und in den Schweizer Medien stark präsent ist. Er hat sein Leben zu einer Erfolgsgeschichte gemacht – als Einwanderer der zweiten Generation, der Bürgermeister von Zürich werden will.
Sein politisches Programm ist auch eine Auseinandersetzung mit seiner persönlichen Vergangenheit: Avdil fühlte sich oft wie ein Bürger zweiter Klasse – in der Schule, bei der Jobsuche, als Praktikant. Diese Erfahrungen haben ihn als Politiker geprägt. Er kämpfte gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz und für bürgerliche Gleichberechtigung, manchmal sogar gegen die Linie seiner eigenen Partei. Der in Nordmazedonien geborene Përparim Avdili musste wie viele andere Albaner mit seiner Familie aufgrund des Drucks und der Diskriminierung durch die slawischen Regime im ehemaligen Jugoslawien fliehen. Er ließ sich im Alter von nur einem Jahr in Zürich nieder.
Seinen Worten zufolge: „Wenn wir einen Përparim-Bürgermeister in Pristina haben, warum nicht auch einen Përparim-Bürgermeister in Zürich? Wir setzen uns für Fortschritt ein, nicht für Stillstand.“

