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jeudi 18/07/2024

Im Kosovo werden 50 Polizisten wegen Korruption festgenommen, darunter Kommandeure

Pristina, 14. März – Nach einjähriger Untersuchung hat die Kosovo-Polizei 50 Polizisten (effektiv) festgenommen, darunter albanische Polizisten, denen Korruption und Amtsmissbrauch vorgeworfen werden. Wie der Korrespondent der albanischsprachigen Schweizer Tageszeitung Le Canton27.ch aus Prishtina berichtet, ereignete sich die Aktion heute an der Grenze zwischen Kosovo und Albanien, wo hauptsächlich Grenzpolizisten und einige Zollbeamte mit Handschellen gefesselt wurden.

An diesen beiden Grenzübergängen sollen neben Polizisten aus dem Kosovo auch Polizisten aus Albanien der Korruption verdächtigt werden. Bei den Festgenommenen handelt es sich um rund 400 Fälle, in denen es Hinweise auf Korruptionsverdacht gibt.

Albin Kurti begrüßt die Aktion: Das ist erst der Anfang, wir haben versprochen, dass wir null Toleranz gegenüber der organisierten Kriminalität haben werden. Kriminalität und Korruption sind multiethnisch, wir werden sie im ganzen Land bekämpfen.

Laut der Schweizer Zeitung Le Canton27.ch läuft die Operation und wird vom Kosovo-Geheimdienst (KIA), dem Kosovo-Zoll und der Kosovo-Polizei unterstützt. Die fragliche Maßnahme wurde von der Regierung des Kosovo begrüßt. Der Chef der kosovarischen Regierung, Albin Kurti, sagte: „Das ist erst der Anfang, wir haben versprochen, dass wir null Toleranz gegenüber der organisierten Kriminalität haben werden. « Kriminalität und Korruption sind multiethnisch, wir werden sie im ganzen Land bekämpfen. » So lautete auch das Motto im Vorwahlkampf der Kurti-Regierung, die am 14. Februar 2021 die Wahlen mit absoluter Stimmenmehrheit im Kosovo gewann. Sogar die Präsidentin des Kosovo, Dr. Vjosa Osmani, erklärte bei ihrem letzten Besuch in Bern gegenüber den helvetischen Medien, dass „wir ohne Begnadigung hart gegen die organisierte Kriminalität vorgehen werden und in Bezug auf das Funktionieren des Rechtsstaats ein Problem haben werden neue Schweiz auf dem Balkan. »

Xhavit Lokaj, Kommandant des Grenzübergangs Qafë Morinë, und Ramiz Ahmeti, Kommandant des Grenzübergangs Qafë Prushi, sind zwei der Polizeibeamten des Kosovo, die bei der heutigen Aktion festgenommen wurden. Der Kommandant der Grenzpolizei am Punkt Qafë Morinë, Ramiz Ahmeti, und der des Grenzpunkts in Qafë Prush, Xhavit Lokaj, wurden heute während der Operation „Point“ festgenommen.

Der Chefankläger der Sonderstaatsanwaltschaft, Blerim Isufaj, sagte, dass Ahmeti und Lokaj zu den etwa 50 Personen gehören, die bei der heutigen Aktion festgenommen wurden.

Bei den heutigen Inhaftierten handelt es sich vermutlich um etwa 48 Grenzpolizisten und zwei Zollbeamte, die der Korruption und des Amtsmissbrauchs verdächtigt werden. Laut der Schweizer Zeitung Le Canton27.ch wurden allein im Kosovo über 100 Personen wegen Korruption und anderer Verbrechen festgenommen. Mit diesen Verhaftungen ist verständlich, warum Kosovo bisher nicht als Mitglied von Interpol aufgenommen wurde.

Aber in den letzten Monaten war ein Rückgang der Kriminalität und Korruption im Kosovo zu verzeichnen. Davon sprechen auch internationale Rapper. Auch Transparency International belegt, dass das Kosovo leichte Fortschritte bei der Korruptionsbekämpfung gemacht hat, was ihm 39 Punkte im Korruptionswahrnehmungsindex für 2021 bescherte oder 3 Punkte mehr als 2020.

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