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vendredi 20/03/2026

Die albanische Gemeinde in Österreich plant einen friedlichen Protest am Unglücksort in Wien unter dem Motto „Gerechtigkeit und Verantwortung“ für die vier Opfer

Wien, 20. März – Der tragische Vorfall vom Dienstag in Wien, bei dem drei Albaner aus dem Kosovo und ein Albaner aus Bosnien am Arbeitsplatz ums Leben kamen, hat die Wiener Bevölkerung, die österreichischen Behörden und die albanische Diaspora in Österreich zutiefst erschüttert. Neben den österreichischen Behörden sprach auch die Regierung des Kosovo den Familien der Opfer ihr Beileid aus, wie die schweizerischsprachige Zeitung LeCanton27.ch berichtet.

Fünf Tage nach dem Unglück in Wien, bei dem drei Kosovaren starben, kommen neue Details ans Licht. Während die Firma OBENAUF versucht, einige Ungereimtheiten zu beseitigen, konzentrieren sich die Ermittlungen auf den Kranführer.

Die erste Zeitung, die die Opfer identifizierte, war die schweizerisch-albanischsprachige Zeitung LeCanton27.ch. Laut ihrem Bericht kamen vier Menschen, darunter die drei Kosovaren Pajtim Bajrami, Istref Zekaj und Asllan Musliu, bei einem tragischen Arbeitsunfall in Wien ums Leben.

LeCanton27.ch: Die albanische Gemeinde in Österreich spricht von einem friedlichen Protest für Gerechtigkeit für die vier Opfer des „Porcellangass“-Projekts in Wien

Laut der schweizerischsprachigen Zeitung LeCanton27.ch leben heute über 200.000 Albaner (aus dem Kosovo, Albanien, Nordmazedonien, dem Preševo-Tal usw.) in Österreich. Die meisten von ihnen arbeiten im Baugewerbe, aber auch in der Gastronomie und im Gartenbau. Allein in der österreichischen Hauptstadt leben über 60.000 Albaner, die Mehrheit (40.000) davon aus dem Kosovo.

Die Tragödie vom Dienstag in Wien hat die kosovarische Gemeinde zutiefst erschüttert und mit großer Trauer und Wut erfüllt. Wie konnte es zu diesem Unglück mit so vielen Opfern kommen, zumal einige Medien berichteten, die Arbeiter hätten „während ihrer Pause geraucht“?! Laut der schweizerischsprachigen Zeitung LeCanton27.ch, die mit einigen Auswanderern in Wien Kontakt aufgenommen hat, … Wien und Österreich bereiten sich auf einen friedlichen Protest unter dem Motto „Wir fordern Gerechtigkeit und Verantwortlichkeit“ vor, um gegen die Tragödie vom vergangenen Dienstag zu protestieren, bei der vier Arbeiter, ihre Landsleute, ums Leben kamen.

Man sagt, „Schuld ist Waise“, doch in diesem Fall sind über zehn Kinder der vier Opfer, die in Wien auf tragische Weise am Arbeitsplatz starben, zu Waisen geworden. In einem Land wie Österreich (das weder Serbien noch Albanien ist), einem Rechtsstaat, in dem die Schuld nicht ungeklärt bleiben sollte, sind wir optimistisch, dass die österreichischen Behörden die Verantwortlichen für diesen tödlichen Unfall finden werden.

Fünf Tage nach dem tödlichen Unfall auf einer Baustelle im neunten Bezirk kommen immer mehr schockierende Details ans Licht. Laut Informationen einer österreichischen Zeitung soll die Bauaufsichtsbehörde (MA 37) erst vor wenigen Tagen, am Freitag, dem 13. März, eine Inspektion durchgeführt haben, bei der angeblich alles in Ordnung gewesen sei.

Das Bauunternehmen OBENAUF in Wien hat sich für diese Tragödie entschuldigt, doch die Medien nennen den Namen des Unternehmens nicht?! Einer schreibt sogar: „Das Gerüst stürzte ein, während die Arbeiter rauchten…“ („Die Arbeiter sind dagesessen, haben rauchen – und dann ist das Gerüst in sich eingestürzt“, so ein Augenzeuge.), zitiert die schweizerisch-albanische Zeitung LeCanton27.ch.

Laut dieser Wiener Zeitung (unserer Redaktion bekannt) ereignete sich der Unfall laut einem Augenzeugen am Dienstag während einer Arbeitspause. „Die Arbeiter saßen da und rauchten – und dann stürzte das Gerüst ein.“

Ein weiterer Zeuge sagte gegenüber der schweizerisch-albanischen Zeitung LeCanton27.ch mit Tränen in den Augen: „Es ist nicht das erste Mal, dass Arbeiter in den Pausen rauchen, aber so etwas ist noch nie passiert, dass ein Gerüst einstürzt und vier Menschen am Arbeitsplatz sterben?!“

Unterdessen… Wie österreichische Medien berichten, versucht das verantwortliche Bauunternehmen, sich der Verantwortung zu entziehen, indem es eine eigene Strategie verfolgt. Nur wenige Minuten nach dem Vorfall entfernte die Website des Unternehmens alle Links zur Baustelle in der Porzellangasse.

Das Bauunternehmen OBENAUF in Wien spricht den Familien der Opfer sein Beileid aus

Ein Instagram-Post, der von der Zeitung „Krone“ gesichert wurde, bevor er gelöscht wurde, trug die Bildunterschrift „Wir können Baustellen bauen!“ und zeigte ein Foto der Baustelle. Auf Anfrage der Zeitung drückte das Unternehmen sein tiefes Mitgefühl für den tragischen Vorfall aus.

„Wir sind zutiefst betroffen über den tragischen Vorfall auf einer unserer Baustellen. Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Betroffenen und ihren Familien… Aus Respekt vor den Betroffenen und im Hinblick auf die laufenden Ermittlungen bitten wir um Verständnis, dass wir derzeit keine weiteren Details veröffentlichen können. Wir bitten Sie, die Situation mit Respekt zu behandeln…“, so die Stellungnahme des Bauunternehmens OBENAUF, zitiert von LeCanton27.ch.

Sämtliche Informationen zu diesem Projekt wurden aus dem Internet entfernt, die Fotos sind jedoch weiterhin online. Die österreichischen Behörden haben intensive Ermittlungen eingeleitet, um die Ursachen dieses schweren Vorfalls aufzuklären und die Verantwortlichen zu ermitteln. Hauptzeuge ist der Kranführer, der den Vorfall zum Zeitpunkt des Unglücks von oben beobachtet haben soll.

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