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vendredi 23/02/2024

Schweiz/«Le Canton27»: Kosovarische Truppen seien bereit zur Mobilmachung. Albanische Diaspora bereit, in den Kampf zu gehen!

Konflikt droht zu eskalieren. Serbische Militärkonvois rollen auf Kosovo zu
Strassenblockaden und Schusswechsel.  Serbien will eigene Truppen in den Kosovo entsenden. Einige Fahrzeuge sind bereits auf dem Weg an die Grenze.
Daniel Kestenholz
Redaktor Nachtdienst

Die Lage zwischen Serbien und dem Kosovo spitzt sich zu. In der Nacht auf Montag tauchten in sozialen Medien Bilder und Videos von Truppenbewegungen im serbischen Grenzgebiet auf. Ein Militärkonvoi verschiebe sich in die Richtung der kosovarischen Grenzen, wie die das spanische Medium «El Periódico de la Geopolítica» auf Twitter schreibt. Die Videos sollen rund um den Berg Kopaonik aufgenommen worden sein. Dieser ist wenige Kilometer von der Grenze entfernt.

Bereits am Samstag kam es im mehrheitlich von ethnischen Serben bewohnten nördlichen Kosovo zu Strassenblockaden und Schusswechseln mit der Polizei. Zwei Grenzübergänge wurden geschlossen. Berichten zufolge waren an gleich verschiedenen Orten Schüsse zu hören.

Der kosovarische Ministerpräsident Albin Kurti (47) bezeichnete die Unruhestifter als «kriminelle Banden» und forderte die Nato-geführte Kosovo-Friedenstruppe (Kfor) auf, die Barrikaden zu entfernen und für Ruhe zu sorgen. Kurti beschuldigte die serbische Führung der «militärischen Aggression». Denn diese will eigene Truppen im Kosovo stationieren, wie Serbiens Präsident Aleksandar Vucic (52) am Samstag ankündigte. Noch am Montag oder Dienstag werde bei Kfor der Antrag dazu eingereicht.

«Albanische Diaspora bereit, in den Kampf zu gehen»

Hunderte albanische Freiwillige aus der Diaspora – auch aus der Schweiz – seien bereit, in den Kosovo zu gehen, um die Uniform gegen Serbien zu tragen. Dies titelt das in der Schweiz herausgegebene albanische Newsportal «Le Canton 27». Kosovarische Truppen seien «bereit zur Mobilmachung». Falls die kosovarische Regierung darum bitte, das Land gegen eine serbische Invasion zu verteidigen, würden dem Aufruf auch Hunderte von Freiwilligen aus der Diaspora in der Schweiz Folge leisten.

«Kosovo wird sich verteidigen»

Auf Twitter wählte der kosovarische Premierminister Kurti klare Worte: «Der Präsident und der Premierminister Serbiens haben mit einer militärischen Aggression gedroht und die serbische Armee aufgefordert, in unser Gebiet zurückzukehren. Wir suchen nicht den Konflikt, sondern den Dialog und den Frieden. Aber lassen Sie mich deutlich sagen: Die Republik Kosovo wird sich verteidigen – mit aller Kraft und Entschlossenheit.»

Vucic hatte am Samstag die Absicht geäussert, er wolle serbische Militär- und Polizeikräfte im Kosovo einsetzen. «Wir werden den Kfor-Befehlshaber bitten», so Vucic zu Journalisten in Belgrad, «die Entsendung von Armee- und Polizeikräften der Republik Serbien in das Gebiet von Kosovo und Metochien sicherzustellen».

Es wäre das erste Mal überhaupt, dass Belgrad seit Ende des fast 16-monatigen Krieges im Jahr 1999 um die Entsendung von Truppen in den Kosovo bittet. Der Krieg war auf der Grundlage einer Resolution des Uno-Sicherheitsrates beendet worden. Nato intervenierte, um den mehrheitlich von Albanern bewohnten Kosovo zu schützen. Die damalige Resolution sieht auch vor, dass Serbien bis zu 1000 Militär-, Polizei- und Zollbeamte an religiöse Stätten, Gebiete mit serbischer Mehrheit und Grenzübergänge entsenden könnte, wenn Kfor dies genehmigt. Vucic räumte jedoch ein, er mache sich «keine Illusionen» darüber, dass dem Ersuchen stattgegeben werde.

Tief verwurzelte Konflikte

Bei der Unterzeichnung dieser Uno-Resolution war der Kosovo international als Teil Serbiens anerkannt gewesen. Mit Unterstützung des Westens erklärte Pristina 2008 seine Unabhängigkeit, was von Belgrad nie anerkannt wurde.

Eine Reihe von Gründen sorgt für die jüngsten Spannungen. Serbische Bürgermeister im nördlichen Kosovo sowie örtliche Richter und rund 600 Polizeibeamte sind im vergangenen Monat zurückgetreten. Dies aus Protest gegen eine Ankündigung der kosovarischen Regierung, von Belgrad ausgestellte Autokennzeichen durch solche aus Pristina zu ersetzen.

Zudem sollten diesen Monat in diesem mehrheitlich serbischen Norden des Gebiets Kommunalwahlen abgehalten werden. Am Samstag kündigte Kosovos Präsidentin Vjosa Osmani (40) die Verschiebung der Wahlen auf den 23. April an, um Spannungen zu entschärfen. Serben wollen die Wahlen boykottieren.

Die Schweiz zeigt sich besorgt über die Spannungen zwischen Serbien und Kosovo. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) forderte auf Twitter unverzüglich Deeskalations-Massnahmen.

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